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UnserLeben #12 - Essaouira & Marrakesch

Großstadt-Hopping in Marokko

Cindy | | Reisen · UnserLeben

Nachdem du in unserem letzten Post ganz schön viel zu lesen hattest, wollen wir heute wieder mehr Bilder sprechen lassen: Also auf geht’s! Wir nehmen dich mit auf Großstadt-Tour nach Essaouira und Marrakesch.

Essaouira: Hübsche Hafenstadt mit interessanter Medina

Wir haben unseren vorerst letzten Termin bei einem marokkanischen Tierarzt in Essaouira. Dieser muss nun nach den beiden vorangegangenen Impfungen gegen Tollwut einen Bluttest durchführen, welcher unbedingt notwendig ist, um einen Hund mit über die Grenze nach Europa nehmen zu dürfen. Das Blut wird allerdings erst nach Frankreich ins Labor geschickt, bevor die Resultate zurück nach Marokko gesendet werden… Der ganze Prozess dauert etwa 14 Tage, also ungefähr so lange wie unser Visum in Marokko noch gültig ist. Nun können wir nur noch hoffen, dass die Ergebnisse rechtzeitig ankommen und dann bei der Grenzkontrolle auch alles anerkannt wird. Daumen drücken ist angesagt :-)

Kleiner Hund frisst Mohnblüte

Shanti schmecken die schönen Blumen

Nach dem Termin treffen wir uns mit Philipp, Sönke und Olli am Hafen und können dort das rege Treiben bei feuchtem Sonnenuntergangs-Feeling beobachten:

Möwen im Sonnenuntergang an der Atlantikküste

Sonnenuntergang am Hafen Essaouiras genießen

Links und rechts Verkaufsstände, an denen die Händler ihre frisch gefangene und teilweise noch lebendige Ware präsentieren. Überall Möwen, die ganz aufgeregt umher fliegen und durch ihren Kot dem fischig-salzigen Geruch in der Luft noch eine ätzende Note mitgeben.

Verkaufsstände am Hafen

Fischmarkt an Essaouiras Hafen

Und ich mittendrin: Ganz interessiert an den anliegenden, riesigen Fischkuttern, die mit massiven Stahlseilen an Land gezogen worden, um diverse Wartungsarbeiten durchzuführen. Aber in demselben Moment auch total angewidert von dem, was ich da zu sehen bekomme.

Gruppe schaut Fischkutter an

“Sightseeing“ am Hafen

Umso glücklicher bin ich, als wir endlich zur versprochenen Snack-Night ins Stadtzentrum aufbrechen. In einer Musik-Bar können wir dem traditionellen marokkanischen Instrument Gimbri lauschen, trinken nebenbei Tee und Saft, während die anderen sich ihre Hühnchen-Pastillas schmecken lassen.
Marrokanisches Instrument wird in einer Bar gespielt

Gimbri live in einer Musik-Bar in Essaouira

Der Stadtrundgang am nächsten Morgen deutlich entspannter und Möglichkeit für viele schöne Schnappschnüsse:
Kleine Straße durch die Medina von Essaouira

Eine gewöhnliche größere Gasse der Medina

Kleiner Laden voll mit unterschiedlichen marokkanischen Instrumenten

Vollgepackter Instrumentenladen in Essaouira

Stadtmauern der Medina von Essaouira

Die alte Stadtmauer der Medina von Essaouira

Geschäft voll mit Tüchern, Trommeln, Jelabas

Läden in der Medina von Essaouira

Mann webt Tücher in kleinem Kämmerlein

Tuchweberei auf minimalem Raum

Marrakesch: Menschen, Lärm, Verkehr, Läden, Essen

Nach dem Mittag geht es dann auf direktem Wege über die N8 nach Marrakesch, wo wir nach ca. fünf Stunden Fahrt gegen 18 Uhr ankommen. Da Olli am nächsten Morgen hier einen Termin in einem der wenigen offiziell anerkannten Tattoo-Studios Marokkos hat, lässt er sich unsere nächste Snack-Night entgehen, aber erspart sich somit auch den Wochenend-Trubel in Marrakeschs Stadtkern: Unser erster Anlaufpunkt ist die Koutoubia-Moschee (eine der ältesten Moscheen Marokkos) und der „Djemaa el-Fna“, Marrakeschs großer Marktplatz in der Medina, der als UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Hell beleuchtete Moschee in Marrakesch

Marrakeschs Moschee bei Nacht

Ich habe zwar Menschenmassen und Chaos erwartet, doch nicht in solchen Ausmaßen. Mitten auf dem Platz wird jeden Abend die große Fressmeile aufgebaut, in der Sandwiches, Panini, Suppen, Tajine und andere Gerichte zu recht happigen Preisen angeboten werden. Dicht gedrängt wirst du durch den schmalen Gang geschoben und bekommst von allen Seiten Menü-Karten ins Gesicht gehalten.
Aufgebaute Zelte mit Sitzgarnituren auf dem großen Marktplatz in Marrakesch

Marrakeschs Fressmeile auf dem Djemaa el-Fna

Für mich ist das nichts und beim nächsten Besuch würde ich mir das nicht nochmal antun. Ringsum die Fressmeile lassen sich Touristen, aber auch Einheimische in Pferdekutschen durch das gepflasterte Zentrum fahren. Teilweise sehen die Pferde total abgemagert aus und können einem nur leidtun…
Wir verkriechen uns in ein paar kleinere und weniger dicht belaufene Nebengassen und beschließen, am nächsten Morgen gleich zeitig zurückzukehren, um noch vor den Touristenmassen unsere Einkäufe bei einem ruhigeren Stadtbummel zu erledigen:
Raum voll mit Bildern des marokkanischen Königs

Ein Raum voll mit Bildern des Königs

Touristen in Einkaufspassage

Geschäfte für allerlei in Marrakeschs Medina

Kleine Kammer voll mit selbst-genähten Rucksäcken

Rucksäcke werden vor Ort genäht

Aufgehängte, gefärbte Wolle für die Schal-Herstellung

Bei der Herstellung von Pashmina-Schals mitten in der Medina

Bunte Schals in kleinem Raum

Fertige Schals in verschiedensten Mustern und Farben

Insgesamt haben wir die vier Tage Stadtleben genossen, auch wenn wir nun völlig ausgelaugt sind und uns wieder nach Ruhe sehnen. Essaouira behalten wir als sehr hübsche, entspannte Stadt in Erinnerung, während wir nach Marrakesch erst einmal kein Verlangen mehr haben werden: Einen Besuch ist es wert, aber uns dann doch zu stressig. Um Geschäfte zu machen (Handwerkssachen, Souvenirs, Deko, Kleidung etc.) und jede Menge zu futtern, ist es aber optimal.

Wird mal wieder Zeit, ein paar Tage in der Natur zu entspannen… :-)

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