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November bis Januar - wundervolle Zeiten in Portugal

Die Flucht vor dem Winter 2017/18 - Teil 1: Spanien & Portugal

Cale | | Reisen · UnserLeben

Von Hippie-Stränden in Portugal, bekannten Gesichtern und der größten Schokoladen-Mission aller Zeiten - seit Ende November ist unglaublich viel passiert. Lass uns gemeinsam aufs Ende des Jahres zurückblicken und die sechs Wochen in Portugal und Spanien Revue passieren lassen.

Die letzten warmen Tagen im Norden Spaniens

Ende November erreiche ich Nordspanien, und da das Wetter hier für die Jahreszeit noch ungewöhnlich sommerlich ist, drossel ich das Tempo und verbringe hier noch etwa eine Woche an der wunderschöne Küste des Baskenlands und Kantabriens. Der Norden Spaniens ist für mich immer wieder ein Highlight.

Vanlife in Kantabrien, Nordspanien, Küste

Sonnenuntergang an der wundervollen nordspanischen Küste

Die Küste im Norden Spaniens

Mit eintretendem Dauerregen und rapide fallenden Temperaturen beschließe ich, mich weiter auf gen Süden zu machen.

In Portugal angekommen - bekannte und neue Gesichter

Als ich das Herz der iberischen Halbinsel durchquere - ich fahre diesmal über Madrid -, fröstelt es hier gerade zum ersten Mal: Die nächtlichen Temperaturen knapp unter null Grad motivieren mich, schnell weiterzuziehen - mit Aussicht auf wärmeres Wetter in Portugal.

Die spanisch-portugiesische Grenze bei Badajoz querend, komme ich Anfang Dezember in Portugal an, und stoße direkt zur Westküste bei Setúbal vor, da es auch hier im westlichsten Land Europas nur in den Küstenbereichen mild-warm ist.

Traumfänger im Hippie-Van - gehört anscheinend dazu

Ausblick aus dem Bett - an der portugiesischen Westküste

Hier treffe ich mich mit Sönke wieder, der uns letztes Jahr schon durch Portugal begleitete und uns unter anderem auch bei der verrückten Lackier-Operation in der Wüste tatkräftig unterstützte. Damals noch mit einem baugleichen Mercedes 407 unterwegs, ist er mittlerweile auf ein etwas spritzigeres Bremer-Modell umgestiegen. In den kommenden eineinhalb Wochen treffen wir uns immer mal wieder, da wir ohnehin in derselben Ecke Portugals verweilen wollen. Kurz vor Weihnachten geht’s für den Hamburger aber wieder gen Heimat, während ich erst so langsam hier ankomme… :-)

Gemeinsam lernen wir auch Katja kennen, die seit sieben Jahren in ihrem 7,5-Tonnen-LKW lebt und dieses Jahr zum ersten Mal in Portugal überwintern will. Von Anfang an sind wir uns grün, bleiben daher in Kontakt und treffen uns mit kleinen Unterbrechungen immer wieder - was sich hier in Portugal ohnehin nicht wirklich vermeiden ließe, sind wir Busreisenden doch immer wieder an denselben Hotspots anzutreffen.

Außerdem verbringe ich wieder einige Zeit mit Jürgen, meinem guten Freund aus Südtirol, mit dem ich schon letztes Jahr gemeinsam gereist bin. Immer für einen Spaß zu haben und trotzdem organisiert und für gemeinsame Projekte offen, hat sich der Gute mittlerweile zu einen meiner besten Freunde entwickelt, dessen Gegenwart ich immer sehr zu schätzen weiß. Da er auf der Suche nach einem Grundstück in Portugal ist, hat er das letzte Jahr hier verbracht - und inzwischen viele Geheimtipps parat und Kontakte geknüpft.

Sorry, es fehlen an vielen Stellen die Fotos, da diese auf der Kamera sind - die ich allerdings derzeit (mit Backpack) nicht dabei habe. :P

Meine liebsten Plätze in Portugal

Praia do Amado - Surferparadies und legales Wildcamping

Sönke und Katja suchen beide nach geeigneten Spots zum Surfen, was sie unter anderem an den bekannten Strand Amado bei Carrapateira verschlägt. Hier gefällt’s aber nicht nur den beiden, sondern auch mir wunderbar, weshalb sich dieser Ort zu meiner Homebase in den nächsten Wochen entwickelt. Der Strand ist weitläufig und wunderschön, die umliegende Natur bestens zum Joggen und Spazieren geeignet, und der Parkplatz groß genug, um seine Ruhe zu finden. Auf der anderen Seite sind hier aber auch immer genügend andere Vanlifer anzutreffen, um gute Gesellschaft zu haben. Dass hier das Freistehen mit dem Van sogar erlaubt ist, rundet den Platz am Praia do Amado optimal ab.

Praia Amado an der Westküste Portugals

Der Amado-Strand bei Carrapateira, Portugal

Surf-Beach Praia Amado in Portugal, Parkplatz für Camper

Ein Teil des Parkplatzes am Praia Amado

Die Praia do Barranco & Praia da Ingrina

Zu den am schlechtesten gehüteten Geheimtipps Portugals zählt wohl definitiv der Barranco Beach, den man sich als Alternativreisender einfach nicht entgehen lassen darf. Schon letztes Jahr erzählte ich dir von meiner geselligen Zeit am Praia do Barranco, die zweifelsohne zu den besten Phasen unseres letzten Winters gehörte. Deshalb stand für mich außer Frage, dass ich diesem wundervollen Hippie-Strand mit der schlimmsten Zufahrtsstraße aller Zeiten wieder einen Besuch abstatten würde. Zweimal hat’s mich dann im Dezember hierher verschlagen - unter anderem habe ich hier auch Silvester und die Vollmond-Nacht am 01.01. verbracht. Und ja, es hat sich wieder mal mehr als gelohnt! Tolle Menschen, ein wundervoller Strand, bestes Wetter.

Hippie-Strand Barranco in der Algarve

Der 'Hippie-Strand' Praia Barranco im Süden Portugals

Camper-Parkplatz am Praia Barranco, Portugal

Der unter alternativen Vanlifern begehrte Parkplatz am Praia Barranco

Der Nachbarstrand, der Praia da Ingrina, ist auch ein beliebter Hotspot im Südwesten Portugals. Hier sind die Stellplätze über das Tal bis auf die umliegenden Hügel verteilt, weshalb ich hier lieber meine Zeit verbringe, wenn ich etwas mehr Ruhe brauche als am Barranco. Der Strand selbst ist etwas weniger beeindruckend, dafür gefällt mir der Kompromiss aus Gesellschaft und Privatsphäre..

Der freie Flohmarkt in Barão de São João - ein geselliger Heiligabend

Es gibt wohl kaum einen wichtigeren Hotspot für Reisende als den Hippie-Markt, der einmal im Monat in dem kleinen Dörfchen mit dem legendären Namen Barão de São João stattfindet. Der eigentliche Markt ist zwar nur am Sonntag, doch kommen viele Besucher schon Tage vorher - eine Art Mini-Festival entsteht, auf dem du die gebündelte Power der starken Traveller-Bewegung in Südportugal erlebst. Wie im letzten Jahr nutze ich auch diesmal die Gelegenheit, um meine vorrangig marokkanischen Handelswaren an den Mann zu bringen - und nebenbei mit Gitarre und Gesang für gute Stimmung zu sorgen. Das Geschäft läuft deutlich besser als erwartet, und ich werde fast alles los, was ich mitgebracht habe.

Verkaufsstand auf dem Barao-Markt

Meine Handelswaren aus Marokko :3

Barão de São João: Hippie-Markt in Portugal

Der Hippie-Markt in Barão de São João

Ach ja, und dann ist da noch die seit sechs Wochen währende Free-Chocolate-Aktion

Schokolade im Überfluss - der Wahnsinn der Wegwerf-Gesellschaft

Wie ich schon in einem der letzten Blog-Beiträge berichtete, begann meine diesjährige Winterflucht mit einem gigantischen Container-Fund: Mehr als 50 Kilo Schokolade, Pralinen und Kekse im Wert von über 1.000 Euro wurden mir von einem Rewe-Supermarkt im Westen Deutschlands spendiert. Hunderte Tafeln Lindt-Schokolade, aberdutzende belgische Pralinen, vegane iChoc-Schoko und viele andere beliebte Leckereien an den Mann zu bringen, sollte deshalb für die kommenden Wochen meine Haupt-Mission werden.

Gerettete Lebensmittel: Schokolade, Pralinen, Kekse

Mega-Fund: Zirka 50 Kilo Schokolade, Pralinen und Kekse

Natürlich hätte ich daraus ein gutes Geschäft und mich selbst bereichern können. Die süßen Leckerein möchte ich aber nicht zu egoistischen Zwecken nutzen (auch wenn ich mir viel zu viel davon selbst einverleibe! ;)), sondern auf diesem Wege lieber ein Lächeln ins Gesicht vieler Menschen zaubern, während ich so gleichzeitig auf die Problematik unseres verschwenderischen Konsumgesellschaft aufmerksam machen kann. Also verschenke ich den Süßkram, wann immer ich andere Reisende oder Obdachlose antreffe. In Frankreich sammelt eine christliche Charity-Organisation Essen und Spielzeug für waise Kinder. Zu meiner positiven Überraschung nehmen sie einen ganzen Koffer voller Schokolade an, obwohl diese bereits abgelaufen ist.

Obwohl ich also wochenlang fast täglich mehrere Kilo Süßigkeiten verschenke, habe ich letztlich zum Barao-Markt noch immer rund 15 Kilo übrig. Also darf ich an diesem Tag, dem 24. Dezember, also Heiligabend, einmal den Weihnachtsmann der Hippies spielen und Alt und Jung glücklich machen. Am Ende des Tages bin ich überall als “the chocolate guy” bekannt. ;-)

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