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Ab auf die Kanaren - mit dem Backpack in den Süden

Irgendwo im Atlantik, zwischen Palmen und Hippies

Cale | | Reisen · UnserLeben

Auch im Süden Portugals ist es im Januar und Februar recht frisch - deshalb flüchte ich weiter gen Süden. Anstelle von Afrika geht’s dieses Jahr auf die kanarischen Inseln. Ich nehme dich mit auf die Reise, und erzähle dir von meiner Vorbereitungszeit.

Neues Jahr, neuer Look - und Entgiftung für die Leber

Nach Neujahr, mit dem abnehmenden Mond, ziehe ich mich etwas mehr zurück, um eine Leberreinigung nach der Methode von Andreas Moritz durchzuführen.

Bevor ich das angehe, beginne ich 2018 allerdings mit einer weiteren Reinigung - ich befreie mich von meinen Haaren und gehe nun (vorerst) als Glatzkopf durch die Welt. Dafür habe ich verschiedene Gründe, und es hat sich einfach als angemessener Einstieg ins neue Jahr angeboten. Haha :D

Eine Glatze für mehr Klarheit im Leben

Neues Jahr, neuer Look - fokussierter, klarer, simpler

Aber jetzt zurück zur Leberreinigung: Die Vorbereitungszeit von sechs Tagen ist mild und einfach: Während dieser Phase verzichtet man unter anderem auf tierische Eiweiße und Zucker und trinkt täglich einen Liter Apfelsaft. Der Tag der eigentlichen Reinigung kann schon anstrengend sein bedarf viel Ruhe. Unter anderem werden am Abend und am darauffolgenden Morgen Bittersalze eingenommen - weshalb der kommende Morgen hauptsächlich auf dem Klo verbracht wird.^^ Davor und danach sind zudem Darmspülungen mittels Einlauf durchzuführen.

Warum erzähle ich das? Wahrscheinlich passen Leberreinigung und Darmeinläufe nicht gerade in das polierte Instagram-Image eines Travellers - aber das will ich hier auch nicht promoten. Wenn man dauerhaft reist, dann finden eben alle Aspekte des Lebens on the road statt. Außerdem steht hier bei inspiritana nach wie vor die Inspiration im Vordergrund. Vielleicht bist du ja noch nicht mit der wunderbaren Methode zur Körperreinigung vertraut, und wirst dich nachfolgend mit ihr beschäftigen? :)

Ich habe die Entgiftungskur zum zweiten Mal durchgeführt, und werde diese im Abstand von wenigen Monaten wiederholen. Einige meiner Freunde wenden diese Methode bereits seit vielen Jahren regelmäßig an, und sind - ebenso wie ich - von der Wirkung vollkommen überzeugt.

Bis bald, Eddie! - ich lasse meinen Van hinter mir

Nach der Reinigungskur meines Körpers muss ich noch meinen Van säubern und ausmisten - immerhin werde ich ihn zirka zwei Monate zurücklassen. Bis etwa Mitte März möchte ich mich nämlich mal wieder dem Backpacker-Lifestyle hingeben. Dieses Jahr verbringe ich die kältesten Monate auf den kanarischen Inseln, während ich Eddie bei einem Freund in Portugal stehen lasse. Diesem gebe ich einen Euro pro Tag als Obolus, im Gegenzug startet er einmal pro Woche den Motor und lüftet meine Wohnung gut durch.

Screenshot von openstreetmap.org - meine Route für den Winter

Aljezur - Huelva - Teneriffa: meine Route ins Warme (Screenshot: openstreetmap.org)

Für die Kanaren sprechen dabei für mich viele Faktoren: es ist warm, ich kann mit relativ geringem ökologischen Fußabdruck per Boot anreisen, ich spreche die Sprache, Cindy ist ebenfalls wie viele Freunde vor Ort - und es wachsen dort Bananen. Ich liebe Bananen - habe ich das eigentlich schon mal erwähnt?

Ich trampe also von Aljezur in den Südwesten Spaniens und nehme von Huelva aus die Fähre nach Teneriffa. 42 Stunden Schaukeln später setze ich dann bei angenehmen zwanzig Grad und Sonnenschein zum ersten Mal in meinem Leben Fuß auf die kanarischen Inseln. Wie immer habe ich keinen Plan, aber viele Ideen.

Achja, neben Eddie lasse ich übrigens auch meinen wertgeschätzten vierbeinigen Freund Shanti zurück: Nach langer Suche habe ich mit bereits erwähnter Katja endlich das perfekte Frauchen für den kleinen Marrokaner gefunden. Die ganze Story zu Shantis neuem Zuhause kannst du in einem gesonderten Artikel nachlesen.

Der Hund Shanti im neuen Zuhause

Shanti mit seinem neuen besten Freund im neuen Zuhause

Teneriffa, La Gomera, Teneriffa - Insel-Hopping auf den Kanaren

Puerto de la Cruz im Norden von Teneriffa

Puerto de la Cruz im Norden Teneriffas

Die ersten Tage verbringe ich gemeinsam mit Cindy in Puerto de la Cruz im Norden der Inseln. Hier regnet’s fast jeden Tag, aber es ist trotzdem warm genug, um ohne Zelt draußen zu schlafen. Danach finde ich eine Volunteer-Stelle in einem Yoga-Center, in dem ich für drei Tage als Karma Yogi (selbstlose Arbeit) aushelfe. Das Center ist im Südwesten der Insel, wo jeden Tag die Sonne scheint - ich bin im Sommer-Modus.

Wieder im Backpacking-Modus

Endlich wieder im Backpacking-Modus - einfach & glücklich

Schnell habe ich aber genug von der überbevölkerten Touri-Insel, und nehme daher eine Fähre auf die kleine Nachbarinsel La Gomera. Die einstündige Überfahrt ist mit rund 30 Euro ziemlich happig, lohnt sich aber allemal: La Gomera ist deutlich entspannter, größtenteils unbebaut und versprüht einen deutlichen Hippie-Charme. Hier sind auch viele meine Rainbow-Brüder und -Schwestern, unter anderem eine enge Freundin aus Belgien, die ich zum letzten Mal im September in Italien gesehen hatte. Gemeinsam mit ihr wandere ich durch die karge aber beeindruckende Landschaft im Süden der Insel, bevor wir uns am Playa Chinguarime bei Playa de Santiago für einige Tage niederlassen. Ein wundervoller Strand mit vielen bekannten Gesichtern.

Wandern im Süden von La Gomera

Von San Sebastian nach Playa de Santiago - Wanderung auf La Gomera

Wanderung durch die Natur von La Gomera

Eindrucksvolle aber karge Landschaft im Süden La Gomeras

Ruinen auf La Gomera

Immer wieder finden wir verlassene Hausruinen

Wandern auf den Kanaren

Blick von La Gomera auf die Nachbarinsel Teneriffa

Wir übernachten in einer renovierten Ruine (lange Geschichte), Sonnenuntergang mit Blick auf Teneriffa

Das Leben am Strand ist entspannt. Ich gehe viel schwimmen, genieße den Sonnenschein und mache täglich Musik mit den anderen, die hier vorrübergehend leben. Einziger Wermutstropfen: Für Trinkwasser müssen wir aller drei Tage ins nächstgelegene Örtchen wandern (eineinhalb Stunden pro Strecke). Aber so ist wenigstens garantiert, dass ich nicht vollkommen in der Entspannung versacke… ;)

La Gomera: Der Strand Playa Chinguarime

Playa Chinguarime auf La Gomera

Outdoor-Schlafplatz beim Wildcampen auf La Gomera

Mein kleines Zuhause am Strand

Barranco Chinguarime bei Playa de Santiago

Das Tal von Chinguarime

Nach einer Woche beschließe ich, wieder zurück nach Teneriffa zu gehen, um dort beim nächsten Yoga-Retreat mitzuhelfen - diesmal für die volle Woche. Neben vielen kleineren Tätigkeiten ist es meine Hauptaufgabe, jeden Morgen ein leckeres reichhaltiges Frühstück zu zaubern. Dabei darf ich die Einkäufe und den Essensplan selbst gestalten - und kann mich daher voll auslassen.
Also gibt es eine Auswahl meiner Lieblingsrezepte: Bananen-Zimt-Porridge, Schokoladen-Chia-Leinsamen-Pudding, kernige Pancakes mit Pesto Rosso, oder Hummus und Guacamole mit Gemüsesticks zum Snacken. Die Gäste lieben das Essen und schätzen darüber hinaus meine Persönlichkeit und die Energie, die ich mitbringe - die Dankbarkeit der antwortsuchenden Yogis und Yoginis ist für mich bei derartigen Voluntärarbeiten immer wieder der beste Lohn.
Es gibt für mich wohl kaum etwas Erfüllenderes, als andere Menschen zu einem glücklicheren und gesünderen Leben zu inspirieren.

Yoga-Shala in der Hacienda Cristoforo auf Teneriffa

Der Yoga-Raum im Zentrum 'Hacienda Cristoforo'

Sonnenuntergang auf La Gomera, Kanaren

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