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Erg Chebbi - die Wüste bei Merzouga (Marokko)

Ein riesiger Sandkasten für Jung und Alt

Cale | | Reisen · Orte

Die Sandwüste Erg Chebbi bei Merzouga gehört zu den wohl bekanntesten Ergs in Marokko. Wir waren dort, haben mehrere Nächte zwischen den Dünen verbracht und eine Menge Spaß gehabt. Ein kurzer Bericht.

Unser Besuch im Erg Chebbi - Sand, Sonne & Spaß in der Wüste

Mitten in Erg Chebbi - Cindy & die Wüste

Mitten in Erg Chebbi - Cindy & die Wüste

Bei dem Gedanken an Afrika hat man oftmals automatisch ein Bild einer endlosen Sandwüste im Kopf. Von der riesigen Sahara abgesehen, machen diese Natur-Sandkästen in Marokko aber nur vereinzelte Punkte auf der Karte aus. Erg Chebbi ist einer davon.

Erg Chebbi bei Merzouga - unten im Bild eine Kamel-Karawane

Erg Chebbi bei Merzouga - unten im Bild eine Kamel-Karawane

“Erg” bedeutet “Sandwüste”, Chebbi ist der Name dieser Wüste. Im Gespräch mit anderen Reisenden oder Marokkanern ist aber meist nur die Rede von “Merzouga” - dem Örtchen, das direkt am Erg gelegen ist. Außer dem Tourismus gibt es hier fast keine Einnahmequellen für die Bewohner. Landwirtschaft kann nicht mehr betrieben werden aufgrund der Wasserknappheit, die durch den exzessiven Verbrauch der Dutzende Hotels ringsum die Wüste zustandekommt.

Die Ortschaft Merzouga direkt vor der Sandwüste

Die Ortschaft Merzouga direkt vor der Sandwüste

Die meisten Touristen buchen hier einen Kamelritt durch die Wüste, einen Besuch an der kleinen Oase im Herzen des Ergs und/oder eine Übernachtung im Zelt zwischen den Dünen. Ebenfalls ein Verkaufsschlager sind Touren mit dem Quad - obwohl seit mehreren Jahren das Befahren der Dünen gesetzlich verboten ist. Deshalb sind vor allem am Rand der Wüste auch nur wenige Teile des Wüstensands unberührt - überwiegend ist der Boden von Fahr- und Fußspuren durchzogen.

Das Erg Chebbi im Panorama

Das Erg Chebbi im Panorama

Wir sind lediglich durch Merzouga gefahren, um unsere Wasservorräte an einem Restaurant aufzufüllen, und haben danach das Touristen-Zentrum (wenn auch zur Nebensaison vergleichsweise ruhig) schnell wieder verlassen. Wenige Kilometer außerhalb der Ortschaft haben wir einen Schotterweg ausgemacht, der direkt bis zwischen die Dünen führte. Obwohl wir also keine Sandwehen durchqueren mussten, hatten wir an unserem Stellplatz das Gefühl, mitten in der Wüste zu sein.

Unser Lager in der Wüste (Erg Chebbi, Merzouga)

Unser Lager in der Wüste (Erg Chebbi, Merzouga)

Die Dünen von Erg Chebbi aus unserem Campervan

Der Blick aus dem Bett am Morgen

Von hier aus konnten wir Erg Chebbi optimal erkunden: Gleich am ersten Abend ging’s noch auf die größte, ca. 150 Meter hohe Düne, von wo aus wir den Sonnenuntergang genießen und uns so richtig austoben konnten:

Der Aufstieg auf die größte Düne im Erg Chebbi ist mühsam

Mühsamer Aufstieg auf die größte Düne im Erg Chebbi

Sprung von der Düne im Erg Chebbi

Sonnenuntergang in der Wüste Erg Chebbi

Sonnenuntergang in der Wüste Erg Chebbi

Gruppenbild im Erg Chebbi, Merzouga

Als ich mich am nächsten Morgen nach dem Aufstehen streckte, fuhr es mir plötzlich in den Nacken. Höllige Schmerzen, und ein steifer Hals. Für mich war damit das Expeditionsabenteuer leider schon vorzeitig beendet: Die folgenden drei Tage würde ich nur noch herumliegen, den Kopf gestützt - entweder im Sand oder im Bett. Wenigstens gab’s mehr als genug Sonne.

Im Erg Chebbi - entspannen im Auto

In der Zwischenzeit erkundete Cindy mit dem Rest unserer Truppe den großen Sandkasten noch weiter: An einem Tag ging’s ca. 10 km zu Fuß zur kleinen Oase im Zentrum der Wüste. Zwischen den Palmen verstecken sich hier ein paar Hütten, an denen Reisende Speis & Trank bekommen.

Oase in der Wüste Erg Chebbi

Am nächsten Tag ging’s mit den Motorrädern ins nächstgelegene Dorf, und auch auf den Sandpisten hatten unsere Motorrad-Junkies jede Menge Spaß.

Mit Motorrädern in der Wüste Erg Chebbi

Abends aßen wir Tajine am Feuer, während wir den atemberaubenden Sternhimmel über uns bestaunten.

Tajine zum Abendbrot

Marokkanisches Essen: Tajine am Feuer

Einen Abend verbrachten wir zudem mit anderen (deutschen) Reisenden, die für eine Nacht zu unserer Gruppe dazugestoßen waren. So entstand dieses romantische Bild unseres großen Buslagers unter dem Stermhimmel:

Mit dem Campervan im Erg Chebbi, Merzouga - Sternhimmel

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