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5 Gründe, wieso ich wieder nach Marokko reisen würde

Meine persönliche Top 5 für das Land des Sonnenunterganges

Cale | | Reisen

Unsere dreimonatige Reise durch Marokko neigt sich stark dem Ende - aber für mich war es gewiss nicht der letzte Besuch: 5 Gründe, wieso ich wieder nach Marokko reisen würde.

1. Marokkos Natur - vielfältig & eindrucksvoll

Steilküste am Atlantik in Marokko

Definitiv ein Grund für Marokko: Küstenabschnitte wie dieser

  • Dicht bewaldete Berglandschaften, karges Steppenland, grüne Oasen, lange Sandstrände, schroffe Steilküsten, schneebedeckte 4.000er und beeindruckende Sandwüsten - Marokkos abwechslungsreiche Natur hat für jeden Geschmack etwas dabei.
  • Besonders cool ist dabei, dass die verschiedenen Landschaften oftmals nicht weit voneinander entfernt sind: Innerhalb einiger Stunden bist du aus den kalten Regionen des hohen Atlas in die Wüste von Mhamid gefahren.
  • Einige persönliche Highlights: die Gegend um Tafraoute, die Steilküsten südlich von Agadir, das Kletterparadies der Todra-Schlucht, die Sandwüste Erg Chebbi bei Merzouga sowie die Gegend um Figuig.
Der bergige Norden Marokkos

Der Norden Marokkos - grün & bergig

2. Erlebte Freiheit in Marokko - hier bin ich Mensch!

  • Irgendwo querfeldein mit dem Camper, Wildcamping am Strand oder offenes Feuer im Wald: Gerade im Vergleich zum restriktiven Deutschland hatte ich hier in Marokko das Gefühl, deutlich freier und weniger durch die penible Auslegung von Gesetzen eingeschränkt zu sein.
  • Zwar gab es immer wieder Kontrollen durch Polizei und Militär - ob an Straßenkreuzungen oder irgendwo in der Pampa an unserem Stellplatz. In den meisten Fällen ließ sich mit diesen aber offen und respektvoll sprechen und auch verhandeln. Oftmals wollte man uns “aus Gründen der Sicherheit” an einen anderen Platz schicken - doch wenn wir darauf bestanden, konnten wir bis auf einmal jedes Mal an unserem Wunschplatz bleiben.
  • Einige Einheimische haben mir berichtet, dass sie sich durch ihren Staat und die Polizei durchaus eingeschränkt fühlen. Als Tourist hast du hier in Marokko aber eine Art Sonderstatus - hier bist du Mensch, hier darfst du sein!
  • Jedoch werden immer mehr Teile Marokkos “europäisiert”, was neben Massenkonsum auch kapitalistische Wirtschaftsstrukturen ins Land bringt: Wo ein (Luxus-)Campingplatz in der Nähe gebaut wird, werden sämtliche Freistellplätze unzugänglich gemacht. Zum Glück ist die Situation außer an der Atlantikküste nördlich von Agadir entspannt - noch…

3. In Marokko ticken die Uhren langsamer

Marokkaner mit einem Eselskarren

Keine Hektik: Die Marokkaner leben entspannt

  • Die locker-legere Art der südländischen Regionen findet in Marokko ein ganz neues Level. “Komm’ ich heut’ nicht, komm’ ich morgen” - ganz getreu dem Motto ist auf zeitliche Abmachungen wenig bis kein Verlass, aber das gilt natürlich in beide Richtungen: Kommst du eine Stunde zu spät, wird man dir dafür keine Vorwürfe machen.
  • Alles ist weniger konkret und geplant. “Inschallah” ist etwas, was du häufig hören aber auch selbst gebrauchen wirst: “So Gott will”, werden wir uns morgen wieder sehen. Ansonsten eben nicht. Morgen ist eben morgen, und was da ist, haben wir heute doch ohnehin nicht in der Hand.
  • So leben die Menschen hier mehr im Moment und weniger in Vergangenheit oder Zukunft. Man ist entspannt und nimmt sich Zeit - und diese Gelassenheit wird früher oder später auch auf dich abfärben, wenn du eine gewisse Zeit in Marokko verbringst.

4. Marokko ist günstig - bei einem simplen Lebensstil

  • Zugegeben: Da Cindy und ich in Europa für gewöhnlich sehr viel vom Containern leben und daher kaum Geld für Lebensmittel ausgeben, waren unsere Lebenshaltungskosten in Marokko deutlich höher als etwa in Spanien oder Frankreich.
  • Wer aber ohnehin seine Lebensmittel immer einkauft, wird sich über die Preise und Kosten in Marokko freuen: Frisches Obst und Gemüse sowie Brot sind sehr günstig, vor allem auf den hiesigen Wochenmärkten. Für 5 bis 10 Euro hast du dich hier für eine Woche eingedeckt.
  • Aber selbst einige luxuriösere Güter sind für europäische Verhältnisse quasi geschenkt: Ein frisch zubereitetes Sandwich mit Gemüse und angebratener Wurst für 1 Euro, eine schokoladenüberzogene Blätterteigtasche für 10 Cent oder ein zeitlich unbegrenzter Besuch im Hammam für 1 Euro - in den allermeisten Fällen kommst du in Marokko sehr günstig weg.
  • Ein paar Ausnahmen gibt es aber natürlich: Vergleichsweise teuer sind zum Beispiel Alkohol und industrielle Waren aus der westlichen Welt.

5. Die marokkanischen Menschen - gastfreundlich & hilfsbereit

Gemeinsames Tee-Trinken mit Marokkaner

Eingeladen zum Tee - keine Seltenheit in Marokko (jap, ich bin der Typ mit Turban)

  • Klar lässt sich die Bevölkerung eines ganzen Landes nicht über einen Kamm scheren, doch habe ich die allermeisten Marokkaner wirklich als überaus gastfreundlich kennengelernt: Immer wieder lud man uns zu sich nach Hause ein, bot uns Tee und Speisen an - ohne etwas im Gegenzug zu erwarten. Selbstlose Nächstenliebe und Gastfreundschaft im Sinne des Islams.
  • Wenn wir etwas Bestimmtes gebraucht oder gesucht haben, oder uns aufgrund der Sprachbarriere nicht verständigen konnten, war jedes Mal ein hilfsbereiter Marokkaner zur Stelle. Teilweise machten sie sich enormen Aufwand und geleiteten uns nicht nur einmal quer durch die ganze Stadt, um uns zu unserem Ziel zu führen.

Warst du selbst schon in Marokko? Wenn ja, stimmst du mir in diesen Punkten überein, oder hast du das Land anders kennengelernt? Wieso gefällt dir Marokko? Verrat’s uns in den Kommentaren!

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