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Reisen & leben ohne Geld #1: Kostenloses Wasser

So einfach findest du ohne Geld Wasser auf Reisen & zu Hause

Cale | | Ideen · Reisen

Ohne Geld zu leben und sogar zu reisen, scheint wie eine Utopie. Dabei ist das mit den richtigen Tipps gar nicht so unmöglich. Wie du immer und überall an kostenloses Wasser kommst, erfährst du im ersten Teil der “Ohne Geld”-Artikelreihe.

Ohne Geld leben: Kostenloses (Trink-)Wasser auf Reisen

Ohne Geld Brauchwasser (z.B. zum Waschen) zu finden, ist in den meisten Ländern und Gegenden überhaupt kein Problem. Kostenloses Wasser gibt’s u.a.:

  • öffentliche Trinkwasserhähne: Vor allem im Süden (z.B. Spanien) gibt es Trinkwasserstellen in jeder Ortschaft. Aber auch in den meisten anderen Ländern sind die Zapfstellen zumindest in großen Städten zu finden. Die Standorte sind u.a. auf guten Open-Source-Karten vermerkt. Je nach Gegend ist hier das Wasser sehr chlorhaltig. In Afrika und Nahost sind Brunnen üblicher.
    Ohne Geld Wasser auf Reisen durch öffentliche Trinkwasser-Stellen

    Wasser ganz ohne Geld - dank öffentlicher Wasser-Stellen

  • an öffentlichen Toiletten: Wenn es hier keinen Wasserhahn im Außenbereich gibt, dann lässt sich zumindest das Wasser aus den Toiletten-Waschbecken abzapfen. Diese sind meist ziemlich flach, von daher am besten einen Schlauch (mit Schlauchschellen) einpacken!
  • an Friedhöfen: Das Wasser hier ist zum Gießen der Pflanzen gedacht, und daher nur selten zum Trinken geeignet. Vor allem in Städten ist das Wasser hier manchmal verchlort. Moralisch umstritten.
  • Restaurants & andere Lokale: Wenn du höflich nachfragst, ist es für die meisten Lokalbetreiber kein Problem, Reisenden ohne Geld die Wasservorräte aufzufüllen. Faustregel: Der Imbiss um die Ecke ist meist die bessere Adresse als ein 5-Sterne-Edel-Restaurant. ;)
  • in der Natur: Ob Fluss, Bachlauf, Quelle oder See - als Brauchwasser taugt es meist allemal, und in unberührten Gegenden gibt’s hier auch das beste, natürliche Trinkwasser komplett umsonst.
  • Regenwasser: Regenwasser kannst du am besten mit einer großen Plane auffangen. Bei manchen Autos (z.B. Düdo) sorgen die Regenrinnen am Dach dafür, dass das Wasser gebündelt an einer Stelle nach unten tropft. Eimer drunter, und freuen.
  • auf Campingplätzen: Auch hier gilt wieder - einfach höflich nachfragen, und in vielen Fällen wirst du mit kostenlosem Wasser belohnt. :)
  • bei Privatpersonen: Natürlich kannst du auch beim normalen Bewohner von nebenan anfragen, ob er dir ein wenig Wasser auffüllen kann. Wir sind alle nur Menschen - von denen die meisten sich liebend gern gegenseitig helfen!
  • an Feldsprengern: Auffüllen kann hier zum kleinen Abenteuer werden - und die kostenlose Dusche gibt’s gleich mit dazu. ;)

Gutes Trinkwasser ohne Geld zu finden, ist meist deutlich schwieriger, aber durchaus kein Ding der Unmöglichkeit:

  • natürliche Quellen: Auf guten Outdoor- und Wanderkarten sind die Standorte markiert, meist natürlich relativ weit von Städten entfernt. Wenn die Quelle als Trinkwasserquelle ausgeschrieben ist, lässt sich hier oft das beste Trinkwasser überhaupt bekommen. Dafür fahren wir auch gerne mal Umwege.
    Kostenloses Trinkwasser aus der Natur - Bach

    Kostenloses Trinkwasser aus der Natur

  • Trinkwasser aus der Natur: Ungefiltertes Wasser aus Flüssen und Bächen zu trinken, kann durchaus heikel sein. Hier solltest du dich auf deine Intuition verlassen: Wenn Industrie oder Ortschaften in der Nähe sind, lass lieber die Finger davon. Fließt glasklares Wasser aus einem bergigen Naturpark, ist es oftmals ohne Bedenken zu trinken. In jedem Fall solltest du dem Wasserlauf aber so weit wie möglich nach oben zur Quelle folgen, um das Wasser von dort abzuschöpfen.
  • Trinkwasserhähne in der Öffentlichkeit: Wie gesagt, ist das Wasser hier oftmals verchlort oder andersweitig verunreinigt. Zum Beispiel im Norden Spaniens habe ich an derartigen Wasserstellen aber auch schon Trinkwasser bester Qualität bekommen. Deshalb lohnt es sich durchaus, diese Stellen abzuklappern.
  • Regenwasser: Aufgrund der weit vorherrschenden Luftverschmutzung (durch Industrie, Flugverkehr usw.) bin ich hier sehr vorsichtig. Regenwasser würde ich nur dann ungefiltert trinken, wenn ich mich weitab von Zivilisation in natürlichen, unberührten Gegenden befinde, in denen ich kaum bis keine ungewöhnlichen Flugzeug-Kondensstreifen am Himmel beobachten kann. In jedem anderen Fall würde ich aufgefangenes Regenwasser stets filtern - s. nächster Abschnitt.

Ohne Geld Trinkwasser gewinnen: Wasser filtern!

Ein Wasserfilter gehört seit jeher zu meinem Reisegepäck - ob als Backpacker oder beim Camper-Leben. Klar, ein guter Wasserfilter ist immer erst einmal eine große Investition - die sich in meinen Augen aber definitiv lohnt: ob Regenwasser, Bachwasser oder Leitungswasser - in den letzten Jahren habe ich zig Hunderte Liter fragwürdigen Wassers in Trinkwasser verwandelt.

Alternativ kannst du Wasser natürlich auch abkochen. Dies macht jedoch auf Dauer ‘ne Menge Arbeit, und bedarf jedes Mal ein Feuer.

Die Frage nach dem richtigen Wasserfilter ist schwer zu beantworten und hart umstritten. Ich nutze seit mehreren Jahren das Combi-Modell der schweizerischen Firma Katadyn. Dieser Zwei-Stufen-Filter befreit das Wasser durch Aktivkohle von chemischen Verunreinigungen, bevor es durch einen Keramikfilter gepresst und so von sämtlichen Fremdkörpern und Bakterien befreit wird. Vor Viren schützt ein solcher Filter nicht, da diese kleiner als 4 Mikrometer sind und damit durch die Keramikporen passen. Mit Viren befallenes Wasser kommt zumindest in Europa aber sehr selten vor.

Ohne Geld sauberes Trinkwasser mit Wasserfilter gewinnen

Kostenloses sauberes Trinkwasser dank Wasserfilter

Mit Osmose-Filtern habe ich die besten Erfahrungen gemacht. Aufgrund des mehrstufigen Filterprozesses und der ultrafeinen Membran kommt hier meist so reines Wasser heraus, dass es destilliertem Wasser gleicht. Ja, auch Mineralien werden dem Wasser durch diesen Filterprozess entzogen. Nein, destilliertes Wasser zu trinken, ist nicht gefährlich. Wenn du dich ausgewogen und gesund ernährst, bekommst du mehr als genug Mineralstoffe aus der Nahrung. Wasser ist tatsächlich ein relativ schlechter Mineralträger, auch wenn uns die Werbung das gerne anders verkauft.

Osmose-Filteranlagen sind jedoch meist sehr sperrig und schwer, für Backpacker daher keine Option. Im Camper kann eine solche Anlage aber durchaus Platz finden, und mit etwas Tüftelarbeit auch ohne großen Wasserdruck betrieben werden. Dafür brauchst du aber auf jeden Fall eine Anlage mit integrierter Pumpe, und ein leichtes Gefälle vom Wassertank zur Anlage.

Im nächsten Teil geht’s ums Essen: Lies auf der nächsten Seite weiter, um zu erfahren, wie du dich auf Reisen ganz ohne Geld ernähren kannst.

Du hast noch weitere Tipps, wie man ohne Geld genügend Wasser bekommt? Welche Erfahrungen hast du mit den oben genannten Methoden bisher gemacht? Lass es mich doch in den Kommentaren wissen!

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