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Ein Leben ohne Probleme - so einfach kann's sein!

Wie du dich von allen Problemen & Sorgen verabschieden kannst

Cale | | Ideen

Ein Leben ohne Probleme - wenn das für dich wie eine Utopie klingt, solltest du unbedingt weiterlesen! Ich verrate dir, wie ich alle Probleme & Sorgen losgelassen habe - und wie einfach du das selbst erreichen kannst.

Ein Leben ohne Probleme: Was sind Probleme?

Probleme können das Leben zur Qual machen

Probleme - die meisten Leute werden von ihnen gequält

Zuerst müssen wir kurz** klären, was Probleme überhaupt sind**, um weiter über diese reden zu können:

  • Etymologisch gesehen geht das Wort “Problem” auf das griechische “próblēma” zurück, was so viel wie “Aufgabe” oder “Streitfrage” bedeutet.
  • Im praktischen Leben nutzen wir das Wort hingegen zumeist für Umstände, die für uns unangenehm sind.
  • Zum Beispiel kann ein solches Problem sein, dass deine beste Freundin sauer auf dich ist, du körperlich krank bist oder dir das regnerische Wetter einen Strich durch deine Wochenendplanung macht.
  • In einigen Fällen sind Probleme lösbar, in anderen Fällen aber auch nicht, z.B. wenn du es als Problem erachtest, dass du (irgendwann) sterben wirst.
  • Generell können Probleme unterschiedlich große Ausmaße annehmen. Ein kleines Problem wäre etwa, wenn du ein Glas Wasser auf dem Teppich verschüttest. Ein größeres Problem wäre zum Beispiel, wenn dein Haus abgebrannt ist.

Probleme sind subjektiv und existieren nur für dich

Wenn du es satt hast, in deinem Leben von Problemen geplagt zu werden, musst du zunächst verstehen, dass deine Probleme nie unabhängig von dir bestehen können. Um das zu verdeutlichen, lass uns mit einem Beispiel arbeiten:

  • Stell dir vor, du bist ein Freibadbesitzer und ausgerechnet am Sonntag soll es den gesamten Tag regnen. Das ist für dich ein großes Problem, da dir so eine Menge Umsatz durch die Lappen geht.
  • Direkt neben deinem Freibad wohnt ein Bauer, der aufgrund der vorangegangenen Trockenperiode Sorgen um seine diesjährige Ernte hat. Für ihn ist derselbe Regen ein langersehnter Segen.
  • Wenn du hingegen kein Freibad besitzt, sondern einfach nur gerne in der Sonne liegst, dann wirst du dich auch über den Regen ärgern. Das Problem ist dann aber weniger relevant/groß für dich, als wenn du Freibadbesitzer wärst.
  • Du merkst also: Inwiefern etwas ein Problem ist, hängt von dir, deiner Lebenssituation und deinem Ermessen ab. Niemand kann für dich festlegen, was ein Problem für dich ist und was nicht. Das entscheidest ganz alleine du.
  • Anstatt dich über den einsetzenden Regen zu ärgern, könntest du auch voller Freude im Regen tanzen. Dass für jeden um dich herum der Regen ein Problem ist, ändert nichts an deinem Genuss des Umstands.
  • Kollektive Probleme gibt es nicht in diesem Sinne, dass du etwas als Problem wahrnimmst, weil es für andere Bezugswesen ein Problem ist. Es gibt jedoch Umstände, die viele Menschen als Probleme wahrnehmen - was einen schnell übersehen lassen kann, dass Probleme trotzdem ausschließlich subjektiv sind.
  • Ein derartiges scheinbar kollektives Problem wäre zum Beispiel, wenn die Menschheit ausgelöscht werden würde. Diesen Umstand als Problem zu bezeichnen, macht jedoch nur dann Sinn, wenn du diesen aus der Perspektive eines Menschen betrachtest.
  • Unterm Strich musst du also verstehen, dass ein Problem tatsächlich nur eine persönliche Einschätzung oder Wertung eines bestimmten Umstandes ist.
Regen - ein Problem oder nicht?

Regen - ist er gut, schlecht oder schlichtweg nur Regen?

Wenn du das Problem entfernst, bleibt: ein Umstand

Wir haben mittlerweile erkannt, dass es Probleme nur geben kann, wenn du etwas als “negativ” für dich selbst bewertest. Was passiert, wenn du das nicht mehr tust?

  • Bleiben wir beim oberen Beispiel: Betrachte den Regen einmal losgelöst von dir und allen Folgen, die er auf dich hat. Dann wirst du schnell feststellen: Du kannst den Umstand des Regens weder als etwas Gutes noch als etwas Schlechtes bezeichnen. Es ist einfach nur Regen.
  • Anstatt von “schlechtem Wetter” oder “gutem Wetter” zu sprechen, bevorzuge ich deshalb auch Ausdrücke wie “sonniges Wetter” oder “niedrige Temperaturen”.
  • Ein Umstand, ein Ereignis oder eine Situation kann per se nicht schlecht oder gut sein. Um etwas derartig zu bewerten, braucht es einen Bezugspunkt, dessen Perspektive eingenommen wird.
  • Wenn du etwas in deinem Leben als gut oder schlecht bewertest, dann wirst du das in den allermeisten Fällen aufgrund deiner “Ich”-bezogenen Perspektive machen. Oder hast du dich schon einmal ehrlich darüber gefreut, dass du krank bist, weil das die Arbeitsstelle des behandelnden Arztes sichert?
  • Der Weg zu einem problemlosen Leben liegt also auf der Hand: Wenn es dir gelingt, Umstände nicht mehr zu bewerten, dann bleiben diese einfach nur sachliche und neutrale Umstände.
  • Die sonst übliche Herangehensweise, den als Problem bewerteten Umstand verändern zu wollen, kann mitunter durchaus auch zum erwünschten Ziel führen. Jedoch wird dabei nicht die Ursache für das Problemempfinden behoben - das heißt, du wirst dich sehr bald nach dem selben Schema an einem neuen “Problem” stören.

So habe ich alle Probleme hinter mir gelassen

Den theoretischen Hintergrund für ein Leben ohne Probleme haben wir nun geklärt. Aber wie lässt sich diese intellektuelle Erkenntnis in eine praktische Lebensweise umwandeln?

  • Prinzipiell gilt: Es genügt nicht, an ein mögliches Leben ohne Probleme zu glauben, du musst diese Erkenntnis realisieren und verkörpern.
Glücklich, frei von Sorgen und losgelöst - ein schönes Leben!

Sorgen- und problemlos das Leben genießen!

Intellektuelle Realisierung der Erkenntnis

Da ich den Großteil meines Lebens ein sehr rationaler, logischer, verstandesgesteuerter Mensch gewesen bin, habe ich zunächst viel mit Gedankenspielen und philosophischen Methoden gearbeitet:

  • Zuerst habe ich meine scheinbare Autorität hinterfragt, einen Umstand nur anhand meiner Perspektive zu bewerten - es erschien mir nämlich unlogisch, wenig nützlich und anmaßend, sich als absolutes unanfechtbares Bewertungsorgan aller Umstände wahrzunehmen. Also habe ich fiktive oder nicht-fiktive Umstände hergenommen und diese aus den Perspektiven anderer Menschen beurteilt (wie oben am Beispiel bereits geschehen).
  • Dazu habe ich mit relativ simplen Beispielen begonnen, etwa mit dem Regen-Szenario, und dann versucht, das Limit dieser Methodik mit extremen Beispielen zu finden, z.B. “Menschheit stirbt aus”, “unschuldiges Kind wird vergewaltigt” oder “gesamtes Hab und Gut geht in Flammen auf”.
  • Das Limit dieser Methode erreichen wir etwa mit dem Szenario “Menschheit stirbt aus”: Solange wir diesen Umstand weiter aus der Sicht von Menschen beurteilen, ist es immer ein negatives Ereignis, ein Problem. Also habe ich an dieser Stelle begonnen, die Perspektive eines Tieres oder einer Pflanze anzunehmen. Das ging solange gut, bis ich zum Szenario “Planet Erde wird zerstört” gekommen bin. Also nahm ich ab hier die Perspektive der Sonne an. Plötzlich ist auch dieser Umstand kein Problem mehr.
  • Diese intellektuelle Methode hat bei mir zum einen für Erleichterung gesorgt, zum anderen aber auch zunächst Verwirrung gestiftet: Plötzlich scheint ein und derselbe Umstand *sowohl schlecht als auch gut*. Von dieser Bewertung zu einer neutralen Wahrnehmung zu kommen, gelang mir dann auf intellektueller Ebene, indem ich mehrere Perspektiven gleichzeitig eingenommen habe.
  • Letztlich hat dies dazu geführt, dass ich einen Umstand aus allen (oder möglichst vielen) Blickwinkeln betrachtet habe. Plötzlich schien es vollkommen willkürlich und nutzlos, diesem Umstand überhaupt noch zu bewerten.

Spirituelle Realisierung der Erkenntnis

Nachdem ich oben beschriebene Methodik für etwa zwei Jahre genutzt habe, war ich bereits weitestgehend von meiner persönlichen Perspektive abgelöst. Es gelang mir immer häufiger, Umstände nur noch als das wahrzunehmen, was sie sind: Umstände. Dennoch fühlte sich diese Erkenntnis trotzdem noch mehr wie ein (sehr gefestigter) Glauben an, als eine verkörperte Realität. Der entscheidende Schritt kam erst mit spiritueller Praxis:

  • Dieser spirituelle Realisierungsprozess lässt sich erheblich schwieriger mit Worten beschreiben als die intellektuelle Herangehensweise, da dieser subtiler und schleichender über einen längeren Zeitraum geschah.
  • Begonnen hat dieser Pfad mit der (zunächst körperlichen) Yoga-Praxis, die mich ohnehin erst für tiefgehende spirituelle Erfahrungen geöffnet hat.
  • Die wichtigste Methode für die sprituelle Realisierung war und ist aber Meditation. Richtig praktiziert, dürfte es keine große Rolle spielen, welche Meditationstechnik du hierfür nutzt. Aus eigener Erfahrung kann ich aber prinzipiell stille, nicht-aktive Meditation empfehlen. Allen voran hat sich für mich persönlich die Vipassana-Meditation als am effektivsten herausgestellt. Auch eine Meditation auf die Weisheit “Ich bin” kann für diesen Zweck sehr nützlich sein.
  • Mit der regelmäßigen und intensiven Meditationspraxis wurde die Perspektivlosigkeit immer mehr zu einer praktischen Erfahrung als bloß eine intellektuelle Überlegung. (“Perspektivlosigkeit” benutze ich hier im Sinne von “Subjektlosigkeit” oder “Verbundenheit mit allem, was ist”.)
  • Ich musste also nicht mehr meinen Verstand benutzen, um mich intellektuell von meiner Sichtweise abzulösen. Stattdessen wurde die Losgelöstheit von dem, was wir meist mit “Ich” bezeichnen, zu einem Gefühl, zu einer Erfahrung.
  • Letztlich wirst du auf diesem Weg zu dem Punkt kommen, an dem du dich in die neutrale, allumfassende Perspektive nicht mehr hineinversetzen musst, sondern du wirst zu dieser. Wenn du deine Verbundenheit mit allem spürst und lebst, wirst du diese neutrale Perspektive verkörpern, anstatt an sie zu glauben.

Weitere praktische Hinweise für ein Leben ohne Probleme

  • Diesem Weg zu folgen, wird letztlich zu einem Leben ohne Probleme führen - oder besser gesagt: zu einem Leben, in dem kein Umstand mehr als Problem wahrgenommen wird.
  • Das heißt aber keineswegs, dass du Missstände oder Ungerechtigkeiten nicht mehr als diese wahrnehmen kannst - ganz im Gegenteil: Du wirst diese viel sachlicher und fairer als solche entlarven können als vorher.
  • Wenn du also einen Missstand beobachtest (z.B. eine Oma wird ausgeraubt), wirst du dich immer noch dazu berufen fühlen, diesen Umstand zu verändern. Da du dich von deiner persönlichen Perspektive losgelöst hast, wird dein Mitgefühl für das Leid anderer Wesen sogar enorm stärker - du wirst also gerne “Probleme” anderer Menschen lösen.
  • Genauso wenig wirst du deine Fürsorge für dich selbst aufgeben: Zum BeispielZwar wirst du die Abwesenheit von Nahrung nicht mehr als Problem wahrnehmen, aber dir wird weiterhin bewusst sein, dass dein Körper auf lange Sicht Nahrung zum Überleben braucht. Du kümmerst dich also weiterhin auch um dein persönliches seelisches und körperliches Wohl, wirst dies aber ohne Aversion oder Verlangen tun.
  • Kurzum: Du brauchst keine Probleme, um im praktischen Alltag zu überleben. Ohne Probleme wirst du in keine Lethargie verfallen (was zunächst meine Befürchtung war), sondern wirst gleichmutig und selbstlos zum Wohl aller beitragen, dich eingeschlossen.
Immer optimistisch blebein - Probleme sind nur Illusionen!

Don't worry, be happy - alles ist wunderbar!

Wichtige Hinweise: Wie immer spreche ich hier über meine eigene Erfahrung. Keineswegs möchte ich dir irgendwelche Dogmen aufzwingen oder dich von meiner Sichtweise überzeugen. Mir geht es lediglich darum, dich zu etwas zu inspirieren, das dir bisher so vielleicht noch nicht bewusst war. Vielleicht ist die oben beschriebene Herangehensweise auch nicht für jeden Menschen geeignet - ob sie dir nützt, kannst nur du selbst herausfinden. Und falls du gerne mit Problemen lebst, dann werde ich dir das Recht darauf nicht wegnehmen. Bitte fühle dich in diesem Fall nicht persönlich angegriffen, wenn ich von einem Leben ohne Probleme spreche. Meine Absicht ist es, Menschen zu helfen - nicht ihnen zu schaden. Du bist wundervoll!

Wie stehst du zu diesem Thema? Hast du Probleme in deinem Leben oder kennst du so etwas gar nicht? Kannst du weitere nützliche Methoden empfehlen oder hast Vorschläge für die bereits vorgestellten? Für jedes Feedback bin ich enorm dankbar! Ich habe (noch lange) nicht ausgelernt. :)

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