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Wir lackieren unseren Bus in der Wüste

Von Orange zu Beige - Eddie bekommt ein neues Gewand

Cale | | ÜberUns · Reisen

Unser Düdo erstrahlte bisher im freundlichen Orange - war uns so aber einfach zu auffällig. Deshalb wollten wir den Bus schon länger lackieren - und jetzt ist’s soweit, in der Wüste Marokkos!

Drei Tage ranglotzen - Bus lackieren in Teamarbeit

Dass wir Eddie in Marokko lackieren wollen, stand schon seit mehr als zwei Monaten auf dem Plan. Die optimalen Wetterbedingungen dafür zu finden, stellte sich letztlich aber als deutlich schwieriger heraus als gedacht: Bis wir endlich die warme Küste erreicht haben, waren die Nächte bei 5 Grad und weniger bisher viel zu kalt, am Meer hingegen natürlich zu feucht für den Lack. Ursprünglich hatten wir auf Tafraoute gesetzt, doch auch dort ist es im Moment noch zu kühl.

Als wir nun die heißen Quellen in der Wüste von Guelmim besuchen, bietet sich überraschend die beste Chance: Am Tag über 20 Grad, in der Nacht immer noch 13 bis 15 Grad, und akzeptable Luftfeuchtigkeit. Deshalb entschließen wir spontan, Eddie hier ein neues Gewand zu verpassen.

Vorbereitend müssen wir den alten Lack natürlich komplett anschleifen - per Hand, versteht sich. Zum Glück packt unsere ganze Crew mit an, sodass der gesamte Bus in nur zwei Stunden geschliffen ist. Dabei kommen einige rostige Stellen zum Vorschein, die wir bei dieser Gelegenheit gleich so gut wie möglich behandeln.

Bus schleifen als Vorbereitung zum Lackieren

Die ganze Crew schleift mit

Danach bekommt Eddie eine gründliche Handwäsche - und erstrahlt so sauber, wie seit dem Kauf nicht mehr. In der Zwischenzeit habe ich mir das Dach angenommen: anschleifen, säubern und lackieren. Bis die Sonne untergeht, male ich noch - die letzten Striche praktisch blind, aber zumindest die Erstlackierung muss ich noch packen.

Bus-Dach braun lackieren

Das Dach wird braun!

Am nächsten Morgen stehe ich noch vor Sonnenaufgang auf, um mit dem Hund eine Runde zu gehen, bevor ich dem Dach in den frühen Morgenstunden den Zweitanstrich verpasse.

Düdo-Dach lackieren am Morgen

Bus lackieren mal romantisch - bei Sonnenaufgang

Das Team greift uns nochmal unter die Arme, und hilft uns vor allem mit filigranen Vorarbeiten.

Bus lackieren in Teamarbeit

Bus lackieren - in Teamarbeit

Gegen Mittag reisen die anderen ab. Sönke bleibt zum Glück, um mit uns die nächsten zwei Tage zu ackern.

Und dann geht’s Schlag auf Schlag, oder besser gesagt: Strich auf Strich. Während Cindy den Pinsel schwingt und die feinen Vorarbeiten macht, kümmere ich mich um den Erstanstrich der großen Flächen. Sönke hat deutlich mehr Erfahrung beim Lackieren, und übernimmt daher das Finish und überstreicht alles noch ein zweites Mal. In der Zwischenzeit macht es uns das Wetter nicht gerade leicht: Plötzlich kommt starker Wind auf, der Sandböen durch die flache Wüste jagt. Wir parken den Bus um, um im Windschatten lackieren zu können. Alles nicht ganz optimal, aber jetzt lässt es sich nicht mehr ändern.

Bus lackieren in der Wüste

So fliegen die Stunden praktisch dahin - bis zum Sonnenuntergang pinseln und rollen wir noch fleißig.

Bus lackieren - bei Sonnenuntergang

Wir lackieren, bis die Sonne am Horizont verschwindet

Am nächsten Morgen geht’s wieder zeitig weiter, aber für heute ist nicht mehr viel angesetzt: Ein paar Flächen benötigen noch den Zweitanstrich, ansonsten müssen wir hauptsächlich nur noch Kleinigkeiten ausbessern, und am Nachmittag noch die abmontierten Autoteile wieder anbringen.

Am Abend sind wir fix und alle - drei Tage durchgearbeitet, aber der Anblick des frisch lackierten Düdos entlohnt: Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis - vor allem unter diesen Bedingungen. Cindy zaubert uns noch fix ein wunderbares Feierabend-Essen, und wir lassen uns das Bier heute besonders schmecken - wir haben’s uns verdient!

Düdo-Bus fertig lackiert

Düdo-Bus fertig lackiert

Sönke vor dem lackierten Düdo-Camper

Die Arbeit geschafft - Sönke ist happy!

Ganz fertig ist das neue Bus-Design aber noch nicht: In Zukunft wollen wir noch braune Streifen ergänzen sowie den Innenraum lackieren. Dafür hat nun die Farbe aber nicht mehr gereicht. Also muss das warten, bis wir in Spanien neuen Lack kaufen können.

Kostenübersicht: Das hat uns der neue Lack gekostet

Die Farbe und alle notwendigen Utensilien hatten wir bereits in Algeciras (Spanien) gekauft, bevor wir nach Marokko übersetzten. Gekostet hat das Ganze:

  • Acryl-Lack - 4,5L Hauptfarbe & 2L Zweitfarbe: knapp 100 Euro
  • Universallöser 1L: ca. 4 Euro
  • Grundierung für Plastikteile (bisher ungenutzt): ca. 6 Euro
  • Schleifpapier und -schwämme: ca. 5 Euro
  • Rollen und Farbwannen: ca. 10 Euro
  • GESAMT: 125 Euro

An dieser Stelle sei jedoch erwähnt, dass wir Rollen und Schleifpapier aus einem China-Markt gekauft haben. Beim nächsten Mal würde ich definitiv besseres Schleifpapier besorgen.^^

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