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Beziehung, Bus & unsere Zukunft - Status-Update 2017

Gedanken darüber, was war, ist und sein wird

Cale | | ÜberUns · Ideen

Wir sind wieder gemeinsam in Deutschland - nach mehr als sechs Wochen des getrennten Reisens. Die Zeit hat einiges verändert - und in den nächsten Wochen und Monaten wird sich wohl noch mehr ändern. Zeit für ein Status-Update.

Unsere Beziehung - von Romantik zu Freundschaft

Wie im letzten UnserLeben-Artikel bereits erzählt, haben wir die letzten sechs Wochen getrennt verbracht, um uns beiden Raum zur Selbstfindung und -verwirklichung zu geben. In mehr als fünf Jahren Beziehung haben wir uns gemeinsam unglaublich weiterentwickelt und verändert, und enorm viel vom jeweils anderen lernen dürfen. Das Gefühl sagte uns, dass es an der Zeit wäre, dem neu entstandenen Potential freien Lauf zu lassen - um zu schauen, wohin uns das Schicksal führen würde.

In der Zeit standen wir in regelmäßigem Kontakt, haben dem anderen aber gleichzeitig immer genügend Freiräume gegeben. Vor einigen Tagen haben wir uns - voller Vorfreude - wieder in die Arme schließen dürfen. Seinem Seelenverwandten so vertraut zu begegnen, und doch eine neue Person kennenzulernen. Eine tiefgehende und interessante Erfahrung.

Wie wir es uns im Voraus gewünscht hatten, haben wir beide ungemein viel über uns kennengelernt, verstanden und neu entdeckt. Wir haben neue Erfahrungen gemacht, unserem Verstand und Herzen neue Spielräume gegeben und unser Selbst entfaltet, auf dem Weg des Dharmas, unserer Lebensaufgabe.

Cindy und ich - im Herzen immer vereint

Verbunden im Yoga... :)

Demzufolge gibt es nun viel zu erzählen, zu verstehen und zu sein. Wir haben nun mehr Gemeinsamkeiten als je zuvor und gehen immer noch genauso harmonisch miteinander um. Jedoch spüren wir, dass wir die Beziehung, wie wir sie bisher geführt haben, nicht mehr aufrechterhalten können. Anstatt also einem konventionellen Beziehungsbild zu folgen, haben wir in dem jeweils anderen einen langjährigen, doch bisher unentdeckten Freund gefunden, dem wir uns auf allen Ebenen anvertrauen können.

Cindy und ich - bessere Freunde als je zuvor

Wir sind beide starke Geister, die Wertvolles in die Welt hinaustragen wollen. Unsere Visionen sind dabei zwar ähnlich, lassen sich aber zukünftig nicht optimal miteinander verbinden. Am Blog-Projekt werden wir trotzdem weiterhin zusammenarbeiten.

Thema Bus: Werden wir uns von Eddie verabschieden?

Cindy: Für mich kommt es im Moment noch nicht in Frage, alleine im Bus weiterzureisen. Das ist nicht dem geschuldet, dass ich das Busreisen nicht mag - ganz das Gegenteil ist der Fall. Zurück in Deutschland kann ich es mir gar nicht mehr vorstellen, so viel Geld in eine feste Wohnung zu stecken, in der ich nicht mal annähernd so viel erlebe wie wenn ich im Bus oder generell auf Reise bin. Doch ist es zur Zeit für mich einfach noch ungewiss, wo es als nächstes hingehen wird. Und für mich alleine wäre Eddie wahrscheinlich einfach zu groß, so schwer es mir auch fällt, dies zu akzeptieren. Ein LT oder ein anderes Modell in ähnlicher Größe käme dann schon eher in Frage. Mir ist allerdings auch bewusst, dass man einen solch robusten Camper mit einer so guten Basis nicht so schnell wiederfindet - das macht mir die Entscheidung noch schwerer.

Unser Campervan Eddie, Mercdes Benz Düdo 407

Der gute alte Eddie - vielleicht bald ohne ihn?

Cale: Im Herzen ein Backpacker, habe ich in den letzten Monaten die Simplizität und Unvorhersehbarkeit des Rucksackreisens vermisst. Deshalb steht für mich schon länger fest, den Sommer für Backpacking-Abenteuer zu nutzen. Erst danach werde ich entscheiden können, ob’s mich anschließend wieder mit Bus gen Süden treibt. Fakt ist, dass ich aus finanziellen Gründen darüber nachdenken muss, den Düdo gegen ein günstigeres Fahrzeug einzutauschen. Bleibe ich bei Eddie, werde ich über den Sommer gewiss einige Umbauten vornehmen. In erster Linie denke ich dabei an ein größeres Bett und eine bessere Isolierung. Alles Weitere zeigt die Zukunft.

Zukunftsmusik: Reiseziele und Aufgaben für die nächsten Monate

Flugzeugstart zum Sonnenaufgang - ein Symbol für neue Reisen

Cindy: Die Auszeit, die ich mir nach meinem Studium genommen habe, sollte dazu dienen, dass ich mir klar werde, ob ich noch einen Master im Bereich Innovation des Bildungssystems beginne oder ob ich dem schon vor langer Zeit aufgekommenen Wunsch nach einer Ausbildung in alternativen Heilmethoden nachgehe. Vor allem in der Zeit, in der ich allein auf Teneriffa unterwegs war und noch mehr in die Tiefen von Energiearbeit und natürlichen Heilverfahren eintauchen konnte, wurde mir klar, wofür mein Herz wirklich schlägt. Also entschied ich mich, zurück nach Deutschland zu reisen, um eine Ausbildung zur Heilpraktikerin zu beginnen. Parallel dazu möchte ich weiterreisen, um das erlernte theoretische Wissen gleich auch in internationalen Praktika umzusetzen. Bevor es dazu kommt, werde ich außerdem noch eine Reiki-Ausbildung (wahrscheinlich in Dresden) beginnen - ich kann es jetzt schon kaum noch erwarten! Die nächste kleinere Reise geht für mich ins Nachbarland Österreich - zum rohveganen Festival von Catherine & Denis (”Veganfeeling”), die ich während ihres rohveganen Retreats auf Teneriffa unterstützt habe. Bis dahin werde ich mich um organisatorischen und bürokratischen Kram kümmern und meine Familie auf Rügen besuchen.

Cale: So sehr wie ich mich auf Deutschland gefreut habe, kommt nun nach einigen Tagen in der Heimat schon wieder Fernweh auf. Sesshaft werden ist absolut keine Option für mich. Ich brauche ständig neue Umgebungen, neue Menschen, neue Abenteuer. An die vorherrschende negative Stimmung hier in Deutschland kann und will ich mich ohnehin nicht gewöhnen. Deshalb scheint es mir eine gute Lösung, immer nur wenige Tage oder Wochen in der Heimat zu verweilen - und den Sommer mit einigen Kurztrips aufzulockern. In wenigen Tagen geht’s daher erst einmal zum Rainbow Gathering nach Belgien, wo ich ein bis zwei Wochen bleiben werde. Ende Juli werde ich für etwa drei bis vier Wochen dann auf das große europäische Gathering in Norditalien gehen. Diesmal mit Rucksack & Zelt, und dem Daumen als Fahrtticket - da mir wie gesagt das Backpacken und Trampen enorm fehlt. Die Wochen dazwischen und danach werde ich hauptsächlich dafür nutzen, die angesprochenen Umbauten am Fahrzeug vorzunehmen - bzw. eben ein neu angeschafftes auszubauen. Falls ich Eddie behalte, stehen zudem die Ummeldung fürs H-Kennzeichen sowie die dafür nötigen kleinen Reparaturen an. Ansonsten werde ich natürlich, woimmer es sich anbietet, Yoga unterrichten - zuletzt auf dem Moshair Festival, als nächstes “somewhere under the rainbow”… :-)

Wie du also siehst, ist auch 2017 wieder ein aufregendes Jahr. Wir hoffen, du kannst mit uns den neuen Abenteuern entgegenfiebern! Bleib gesund :)

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