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Hi, I'm Shanti - unser neuer Reisebegleiter

Ein kleines Fellknäuel bringt Leben in den Bus

Cindy | | ÜberUns

Mittlerweile sind wir nunmehr zu dritt unterwegs - ein kleiner Hundewelpe hat sich uns angeschlossen. Heute erfährst du, wie es dazu kam und wie es mit dem Racker weitergehen soll.

Ein junger Straßen-Hund läuft uns zu

Noch bevor wir in Sidi Rabat ankommen, wo der Rest der Crew am Strand auf uns wartet, verbringen wir eine Nacht in Taroudant. Während Cale am Morgen arbeitet, ringe ich mit mir, ob ich laufen gehen sollte oder nicht. Letztendlich mache ich mich auf und komme eine Stunde später mit einem kleinen, niedlichen Puppy auf den Fersen zurück. Er ist mir die letzten zwei Kilometer zielstrebig zum Bus gefolgt und hat sich auch von den uns entgegenkommenden Kindern nicht davon abbringen lassen.

Zuerst dachte ich, er sei nur einer von vielen umherstreunernden kleinen Hunden, wie man sie so oft hier in Marokko sieht. Doch als Cale aus dem Auto kommt, sind die beiden gleich ein Herz und eine Seele.

Kleiner Hund schläft zwischen Klamotten

Shanti macht es sich zwischen den dreckigen Klamotten gemütlich

Wie die meisten Straßenhunde hier ist der Kleine so dünn, dass die Rippen und Hüftgelenke fast aus ihm rauszuspringen scheinen. Also wird er selbstverständlich ein bisschen gefüttert und stellt sich gleich als großer Dattel-Liebhaber heraus. Daraufhin gibt’s für den Schmutzfink noch ein Bad, nach dem das Fell wieder richtig glänzt. Und da er so nass gleich friert, wird er abgetrocknet und ins Handtuch eingewickelt.

Welpe wird gewaschen

Der Kleine bei seinem ersten Bad

Hundebaby wird abgetrocknet

Schnell trocken gerubbelt

So sitzen sie nun knapp eine Stunde vor dem Auto. Der kleine Mann verkriecht sich mit seinem Köpfchen in Cales Pullover und ist schon nach wenigen Minuten tief und fest eingeschlafen.

Ich kann förmlich sehen, wie es in Cales Kopf rattert. Schon so lange wünscht er sich einen Hund, hat schon einiges über Hundeerziehung gelesen und sich Tipps und Tricks von anderen Herrschen eingeholt. Auf dieser Reise sind uns bisher so viele herrenlose Hunde begegnet, doch Cale meinte jedes Mal, dass er auf den einen wartet, zu dem er eine ganz besondere Verbindung spürt - und jetzt liegt der kleine Fellknäuel in seinem Schoß, als hätte es nie etwas anderes gegeben.

Hundebaby schläft im Arm ein

Nach dem Bad ist der Kleine ganz müde

Wir entscheiden uns also, den kleinen Kerl erstmal mitzunehmen. Überall hat er es besser als hier so ganz allein. Auf jeden Fall möchten wir ihn erstmal aufpäppeln, bis er wieder fit ist - dann können wir immer noch schauen, wie es weitergeht. So friedlich und tiefenentspannt wie er uns begegnet, findet er schnell den passenden Namen: Shanti - Sanskrit für “Frieden”.

Kleiner Welpe schläft zwischen Handtuch und Decke auf dem Boden

Die erste Nacht im Bus

Shanti on tour - die ersten Tage im neuen Zuhause

Seine erste Autofahrt verschläft Shanti fast gänzlich. Wir schätzen, dass er maximal 12 Wochen alt ist. Da braucht er natürlich noch ganz schön viel Schlaf. Während des Einkaufs wartet er ruhig im Auto und auch die erste Pinkelpause am Straßenrand wird erfolgreich gemeistert. Mit nervösem Umher-Gespringe macht er uns darauf aufmerksam, dass er mal muss - nach sechs Tagen sind erst zwei Malheure passiert, super Bilanz.

Hundejunges mit auf dem Fahrersitz

Shantis erste Autofahrt

Die Herzen der anderen hat er im Nu erobert und auch von Atlas, Philipps Hund wird er akzeptiert, aber gleich in seine Schranken gewiesen – was dem kleinen Racker auch gut tut, denn inzwischen ist er schon ganz schön wild und bellt selbstbewusst um sich.

Cindy mit dem kleinen Marokko-Puppy Shanti

Die ersten Nächte sind, wie erwartet, ziemlich anstrengend. Zwei- bis viermal geht es raus zum Pieseln. Bei dem schönen Wetter am Strand und dem Meeresrauschen im Hintergrund bietet es sich deswegen an, dass Cale mit ihm gleich ganz draußen übernachtet. So teilen sie sich nicht nur den Schlafplatz unter’m Sternenhimmel, sondern auch den warmen Schlafsack, der sie vor dem recht starken Wind schützt.

Kleiner Welpe im Schlafsack

Shanti – eng in den Schlafsack gekuschelt

So viel er auch schläft, genauso viel Action braucht er in seiner Wachphase.
Ein ausgiebiger Spaziergang am Morgen, einer am Nachmittag, und zwischendurch stets ein Mix aus Herumtoben, Grenzen-austesten und natürlich: Fressen.

Kleiner Welpe auf der Yoga-Matte am Strand

Auch beim Yoga weicht er nicht von Cales Seite

Zu futtern gibt es Kartoffeln, Möhre und Banane, gemixt mit etwas Olivenöl und Trockenfutter. Auch mit Gratis-Fleisch vom Fleischer, den Shanti mit seiner Niedlichkeit besticht, und zwei Fischköpfen aus dem Fischer-Restaurant wird er schon mal gefüttert - noch braucht er ordentlich was auf die Rippen.

Und wie geht es jetzt weiter?

Die ersten Monate in der Hundeerziehung sind bekanntlich die anstrengendsten. Obwohl Shanti bisher in freier Laufbahn auf sich allein gestellt war, lernt er aber beeindruckend schnell, Regeln und Kommandos zu befolgen. Auch wenn er mittlerweile also schon sehr gut für sein Alter hört, ist es für uns natürlich anstrengend und herausfordernd, alles richtig zu machen. Da kommen bei Cale schon ab und zu Gedanken auf, dass er vielleicht doch nicht der Richtige für Shanti ist. Doch wenn man die beiden zusammen sieht, kann man das eigentlich kaum glauben.

Auf jeden Fall wird Shanti erstmal groß gezogen, gut genährt und gepflegt, bis er fit und kräftig ist. Bisher klappt das einwandfrei - und wir sind gespannt, was die nächsten Wochen mit dem Kleinen noch für uns bereithalten.

Kleiner Welpe ist angekuschelt an sein Herrchen

Shanti und Cale sind ein Herz und eine Seele

Falls sich später herausstellen sollte, dass Shanti doch nicht bei uns bleiben möchte, dann ist es so. In jedem Falle haben wir ihm dabei geholfen, zu überleben und das weiß er sicher auch zu schätzen. Im Moment genießen wir erst einmal die Zeit mit ihm und halten dich mit niedlichen Welpen-Storys auf dem Laufenden.

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