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Der große Bus-Umbau - Teil 1

Teil 1 des Campervan-Umbaus 2.0

Cale | | ÜberUns

Über die Herbstmonate habe ich Eddie, den 407 Düdo, neu ausgebaut und zahlreiche Arbeiten am Van vorgenommen. Im ersten Teil wird die Basis aufgearbeitet - neuer Boden, neue Dämmung, Arbeiten an der Karosserie.

Bus-Umbau: 1. Schritt - Alles muss raus aus dem Camper!

Klar, zuerst muss ich den Düdo erstmal leer räumen. Also besorge ich mir zig Bananenkisten aus dem Supermarkt, und verstaue mein Hab und Gut in diesen. Danach ist der Akkuschrauber mein bester Freund: Alles muss in seine Einzelteile zerlegt und auseinandergebaut werden. Das ist gar nicht so einfach, bedenkt man doch, dass das meiste des Innenausbaus noch vom Vorbesitzer stammt. Zwei Tage dauert mich dieser Arbeitsschritt.

Eddie, der Mercedes 407 Düdo, fast leer

Fast geschafft - nur noch die Küche muss raus!

Auch in diesen Tagen lebe ich weiterhin im Bus. Am Abend lege ich mir also Isomatte und Decke auf den Boden, und schlafe direkt neben dem Holzofen. Die Nächte sind (auch aufgrund fehlender Vorhänge) besonders kalt, aber ich mag das simple Leben in dem leeren Camper.

Cale & Shanti im leeren Campervan

Simplicity brings happiness! - Leben im leeren Camper

Da auch neue Isolierung und Beleuchtung auf dem Plan stehen, muss zu guter Letzt nur noch die Wandverkleidung entfernt werden. Vor diesem Schritt habe ich etwas Respekt, da sich hinter den großen Spanplatten womöglich Schimmel und/oder Rost verbergen könnten. Aber dann atme ich auf - tatsächlich steht der Mercedes 407 von innen noch fast tadellos da. Ich bin happy:

Der Düdo entkernt - steht super da ;)

Glücklich - unter der Verkleidung sieht's tiptop aus!

Übrigens: Die Sachen und die Innenausstattung lagere ich direkt vor der Türe, in einem Holzunterstand, der sonst für Festivals und Events als Bar dient. Ich verbringe die Wochen des Umbaus nämlich wieder (wie bereits letzten Sommer) auf dem Festival-Gelände vom Kulturverein Freiraum Kultur e.V. Fraureuth. Hier richte ich mir auch meine Outdoor-Küche ein:

Outdoor-Küche und Lagerstätte während des Camper-Ausbaus

Wenn ich schon einmal die Wandverschalung entferne, nutze ich die Gelegenheit natürlich auch, um die (zum Glück) sehr wenigen rostigen Stellen im Auto zu behandeln. Abschleifen, und dann mit Fertan bepinselt.

Rostumwandler

Bus-Umbau: 2. Schritt - Neuer Korkboden & Isolierung für den Campervan

Der bisherige Boden war mega runtergerockt. An sich für mich kein großes Problem. Da ich aber zum Kauf damals 12m² neuen Boden dazu bekommen habe, und der Camper jetzt einmal leer ist, packe ich die Gelegenheit beim Schopf. Um Zeit zu sparen und für etwas mehr “Dämmung” vom Boden zu sorgen, verlege ich den neuen Boden einfach auf den alten. So ist dieses Teilprojekt in nur einem Tag erledigt.

Camper-Ausbau mit Korkboden

Ein Fass mit doppeltem Boden - oder so ähnlich...

Bisher war der Campervan nur mit Styropor isoliert. Aus den kalten Wintermonaten gelernt, steht daher eine bessere Isolierung ganz oben auf meiner Prio-Liste. Ich entscheide mich für das bekannte Armaflex in der selbstklebenden 19mm-Kautschuk-Platten-Form. Insgesamt kaufe ich 30m² davon, zu einem Preis von 322 Euro - für Armaflex recht günstig, doch trotzdem mit Abstand die größte Ausgabe beim neuen Ausbau.

Zuerst nehme ich mir die Decke an. Styropor raus, Armaflex zuschneiden, einkleben. Für die 12 Quadratmeter brauche ich wieder einen vollen Tag. Vielen Dank an dieser Stelle an meine (immer noch fitte) Oma, die mir spontan einen Besuch abstattet und beim Zuschneiden mit anpackt. ;-)

Bei den Wänden entscheide ich mich wieder für die Quick’n’dirty-Methode: Da das Styropor noch einwandfrei ist und nie Feuchtigkeit gezogen zu haben scheint, klebe ich das Armaflex in voller Breite darüber. So sind beide Wände in weniger als zwei Stunden erledigt. (Da das Armaflex wasserundurchlässig ist und ich es direkt von Träger zu Träger verklebe, dient es sozusagen gleichzeitig als eine Art Dampfsperre.)

Campervan-Isolierung mit Armaflex

Die neue Isolierung für den Camper: Armaflex

Anschließend bringe ich wieder die alte Wandverkleidung an, und installiere in diesem Zuge die neue Beleuchtung (da im alten Setup nur noch eine von fünf Lampen funktionierte). Ich habe mich für 20x3 warmweiße LED-Streifen entschieden, die ich jeweils im 4er Bundle anbringe. Kostenpunkt: günstige 16 Euro (An dieser Stelle vielen Dank an meinen guten Freund Dave, der mir immer mit Rat und Tat zur Hilfe steht, wenn’s um Elektrokram geht!)

LED-Lampen zur Beleuchtung im Camper

Es werde Licht! - neue Beleuchtung im Düdo

Zwischenschritt: Rostarbeiten an der Karosserie

Glücklicherweise steht Eddie, der 30 Jahre alte Düdo 407, für sein Alter noch sehr gut da. Trotzdem gibt es natürlich auch hier kleinere Wehwehchen und Roststellen, die ich mir besser jetzt annehme, bevor das Ganze ausufert.

Die kleineren Stellen kratze ich schlichtweg ab und behandle diese mit Rostumwandler, bevor ich sie neu streiche, z.B. hier am Türeinstieg:

Rostarbeiten am Düdo

Rostarbeiten am Oldtimer-Camper

Einer der Radkästen sieht hingegen gar nicht mehr so gut aus - mit Rostumwandler ist hier nicht mehr viel getan. Ein befreundeter KFZ-Meister schweißt mir diesen kurzerhand an einem seiner freien Tage. (Danke!!)

Radkasten beim Düdo schweißen

Vorher-Nachher-Vergleich: Gelöcherter Radkasten

Im zweiten Teil zum Bus-Ausbau geht’s dann ans Eingemachte: Wir bauen das neue Bett, zahlreiche Staufächer, Regale und die Küche. Außerdem kommt endlich eine große Staubox und das neue Solarpanel aufs Dach! Du darfst gespannt sein!

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